Kräuterkate Glau UG * Weidenweg 6 * D- 14959 Trebbin Tel.: 0049 33731 12343
Kräuterpraktiker/-pädagoge

Weiterbildung zum Kräuterpraktiker


Was macht ein Kräuterpraktiker?
Der Schwerpunkt des Kräuterpraktikers liegt – wie der Name schon sagt – in der Praxis. Neben der notwendigen Theorie werden viele praktische Umsetzungsmöglichkeiten mit Wildkräutern im Alltag vermittelt. Mit Wildkräutern wird gekocht, gebastelt und geheilt. Ein Kurstag teilt sich zur Hälfte in Theorie und zur Hälfte in praktischer Umsetzung.
 
Dabei werden folgende Kursinhalte vermittelt:
  • Kennenlernen/Bestimmen essbarer Wildkräuter/-pflanzen (einschließlich Bäume und Sträucher)
  • Regeln für das Sammeln, Verwerten und Haltbarmachen (Theorie)
  • Umsetzung der Kräuterverarbeitung (Praxis), Verkostung von Wildkräuter-produkten
  • Methoden der Pflanzenbestimmung durch Pflanzenfamilienkenntnis und zur Vermeidung von Verwechslungen
  • Heilaspekte der Wildkräuter und deren Einsatz im alltäglichen Privatgebrauch
  • Praktische Wissensweitergabe im Kräuterbereich (Pädagogik)
  • Präsentationstechniken (Selbstdarstellung als auch Wissenspräsentation)
  • Erstellen eines Herbariums
  • Gestalten einer Kräuterführung

Welche Theorieinhalte erwarten Sie?
Um Ihnen eine Sicherheit im Erkennen und Bestimmen der Wildpflanzen zu geben, werden wir uns folgende Pflanzenfamilien näher anschauen:
  • Korbblütler
  • Rosengewächse
  • Kreuzblütler
  • Lippenblütler
 Damit Sie wissen, welche Pflanze wofür gut ist, gehen wir auf die Inhaltsstoffe der Pflanzen ein:
  • Primäre Inhaltsstoffe
  • Sekundäre Inhaltsstoffe
  • Ätherische Öle
  • Bitterstoffe
  • Blausäureglycoside
  • Flavonoide
  • Gerbstoffe
  • Schleimstoffe
  • Senfölglycoside
  • Vitamin C
 Und was noch?
  • Kräuter und das Immunsystem (Heilpflanzentag)
  • Baumbestimmung anhand der Knospen
  • Pflanzenwachstum
  • Gestalten einer Kräuterführung
  • Selbstpräsentation
  • Praktische Wissensweitergabe
Wie schaut das praktisch aus?
Die Themen werden als Workshop präsentiert, so dass die Teilnehmer Theorie (i.d.R. am Vormittag) als auch Praxisanteile (i.d.R. am Nachmittag)  erleben. Soweit möglich, werden die Inhalte im Rahmen von Exkursionen an „echten Pflanzen“ geübt. Hierfür wird das Gelände des Wildgeheges genutzt als auch das Kräuterbeet der KräuterkateGlau.
Die Kräuter werden gemeinsam verarbeitet im Rahmen der verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten, z.B. durch Herstellen von Kräuteressig, kandierten Früchten o.ä.
Darüber hinaus werden mit den Kräutern je nach Kursinteresse verschiedene Bastelmöglichkeiten erprobt wie Farbdruck oder Zementabdruckguss.
Die Herstellung von Kosmetik sowie Grundlagen zu Anwendungsprodukten im Rahmen des Heilkräutertages sind ebenfalls Kursinhalt.
 
Die Teilnehmer werden angehalten, ein eigenes Herbarium anzulegen. Gestaltungsmöglichkeiten werden besprochen.
 
Für das Teilnahmer-Zertifikats fertigen Sie bis zum Kursende ein kleines Herbarium mit 10 getrockneten Pflanzen (5 davon ausgearbeitet) und gestalten selbständig eine Kräuterführung von 10 Minuten.



Wann sind die Termine zur Weiterbildung? und 2017 steht schon!
Bäume
19.03.2016

18.03.2017
 

Aufbau des Baumstamms, Baumbestimmung über Knospen, bauen eines Baumstammnestes, Erstellen einer Knospenessenz
 
Lippenblütler
16.04.2016

22.04.2017
 
Merkmale der Lippenblütler, primäre Inhaltsstoffe, ätherische Öle, Gerbstoffe, Naturkosmetik
 
Korbblütler
21.05.2016

20.05.2017
 
Merkmale der Korbblütler, sekundäre Inhaltsstoffe, Bitterstoffe, Alkaloide, Smoothies, Kochen
 
Heilpflanzen 16.07.2016
15.07.2017
 
heimische Heilpflanzen, Artenkenntnis, Kräuter und das Immunsystem, Schleimstoffe, Vitamin C, praktische Anwendungsmöglichkeiten
 
Rosengewächse
20.08.2016

19.08.2017
 
Merkmale der Rosengewächse, Flavonoide, Blausäureglycoside, Gerbstoffe, Färben mit Naturfarben, Pflanzenfarbdruck
 
Kreuzblütler
17.09. 2016

16.09.2017
 
Merkmale der Kreuzblütler, Pflanzen im Wachstum, Fortpflanzen und Vergehen, Senfölglycoside, Präsentationstechniken, Erstellen von Kräutersenf
 
 
Zu jedem Workshoptag gibt es ein passendes Skript, sowie die verwendeten Rezepturen.

Wo findet sie statt?
Im Seminarraum des NaturParkZentrums am Wildgeheges bei der
Kräuterkate Glau, Glauer Tal 1, 14959 Trebbin
… und auf den Feldern des Wildgeheges und dem Kräuterbeet der Kräuterkate Glau.

Was noch wichtig ist:
Dauer: 6 Samstage á 8 Stunden
Kosten: 490,- € incl. MwSt
Zzgl. Materialkosten: ca. 20,- €
mind. Teilnehmerzahl: 7 Personen
max. Teilnehmerzahl: 14 Personen


Sie wollen nur an einem Kurstag teilnehmen? Gerne.
Kursgebühr für einen Tag: 100,- € (zzgl. Materialkosten)


Sie möchten sich gleich anmelden?
gerne unter info@kraeuterkateglau.de

Wer sind Ihre Dozenten?
zert. Kräuterpädagogin (BNE)
Andrea Mrosko,
beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit der Alltagstauglichkeit von Wildkräutern, beherrscht das Kochen auch am Lagerfeuer und ist unser Baumprofi.

 

zert. Kräuterpädagogin (BNE)
Anne Albrecht,
ist außerdem auch noch Ernährungsberaterin und Vitalitätscoach – und von daher schon immer begeistert von den massenhaft gesunden Inhaltsstoffen der Wildpflanzen.

 
   

Heilpraktiker
Mario Borgwald,
hat seine eigene Praxis in Trebbin, nutzt dort die Naturheilkunde und weiß, wofür und wogegen manches Wildkraut gewachsen ist.










 

Was macht eigentlich ein Kräuterpädagoge?


Bringt der den Kräutern das wachsen bei? Fast...
 
Als Kräuterpädagoge ist man umfassend mit dem Wissen um die Wildpflanzen ausgestattet. Angefangen beim Wasserhaushalt, über die Photosynthese bis hin zum Alterungsprozess und Winterrückzug, kennen wir den „Lebensweg“ der Pflanzen. Das umfasst natürlich auch die Fortpflanzung, die bei Pflanzen so vielseitig ist, dass man glatt durcheinander kommen könnte. Manche nutzen Luftbestäubung, andere Insekten und wiederum anderen reicht ein Stück Wurzel in der Erde und ein bisschen Wasser, um ihren Fortbestand zu sichern...

Wir wissen über die wichtigsten Pflanzenfamilien und bei diesen vorherrschenden sekundären Inhaltsstoffen Bescheid. Das macht´s einfacher - bei 4.000 heimischen Pflanzen muss man nicht alle persönlich kennen, wenn man weiß, dass ein Korbblütler per se Bitterstoffe in sich trägt oder ein Kreuzblütler Senfölglycoside und was man als Mensch verträgt und was eher unverdaulich ist...

Viele Pflanzen wachsen nach einem bestimmten System – der Blattstand ist z.B. kreuz- oder wechselständig, der Blütenwuchs ist meist Familienkonform, so kann ein Kräuterpädagoge die meisten Pflanzen relativ gut durch genaues Betrachten bestimmen.

Und was wäre das Wissen – wenn es nicht weitergetragen wird?

Pädagogen sind wir, weil wir dieses Wissen den Menschen mit Freude nahebringen wollen.

Und wie lernt man am besten? „Die größte Liebe geht durch den Magen“ (s.a. Facharbeit: "Was man kennt, schützt man", Josephine Lasota, nachstehend zum Download) – darauf setzen wir in der Weitergabe unseres Kräuterwissens. Wir zeigen, welche Pflanzen genießbar sind, woran man sie erkennt und machen erfahrbar, wie lecker Wildkräuter schmecken. Mit allen Sinnen genießen – so wird das neue Wissen leichter merkbar und man kann dann auch alleine auf Kräuterjagd gehen.

In unseren Kräuterführungen bücken wir uns gemeinsam, riechen, schmecken, fühlen die Wildkräuter – damit nicht nur der Kopf sich erinnert, sondern alles andere auch.

Und weil nicht alles gefuttert werden muss und kann und Pflanzen noch so viel mehr als Nahrung bieten, erfährt man bei uns auch, mit welchem Kraut man färben kann, welches man für Kosmetik verwendet und was sich sonst noch alles Schönes mit ihnen anstellen lässt...

Kräuterwissen wieder erfahrbar machen – mit allen fünf Sinnen – das ist unsere Passion.
Kommen Sie vorbei und haben mit uns draußen viel Spaß!
 
Und wie wird man Kräuterpädagoge?
Ganz einfach – man macht diese Zertifikats-Weiterbildung bei der Gundermann-Akademie (
www.gundermann-akademie.com), deren Kurse auch bei uns im Naturparkzentrum stattfinden.